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Laptop Akku Dell Latitude E5520

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Toshiba wirft ein neues Office-Notebook mit aktuellem AMD-Antrieb auf den Markt, das im Test insgesamt eine ordentliche Vorstellung abliefert. Trotzdem kommt die Frage auf, warum man sich nicht für annähernd den gleichen Preis für eine performantere Intel-Alternative entscheiden soll.
Der 17-Zöller Toshiba Satellite C70D-C-10N präsentiert sich als ein eher für den stationären Gebrauch geeignetes Office-Notebook mit einer UVP von 649 Euro, war aber zum Testzeitpunkt schon ab rund 560 Euro zu bekommen. In Richtung Multimedia weist der verbaute DVD-Brenner. Als Antrieb dient die neue APU AMD A4-7210 (4 x bis zu 2,2 GHz, TDP 12 bis 25 W) mit integrierter AMD Radeon R3 Grafik, zu der sich 4 GB RAM gesellen. Immerhin mit 1.600 x 900 Pixel löst das spiegelnde, auf der günstigen TN-Technologie basierende Display auf. Das alles passt ebenso wie die herkömmliche Festplatte mit 500 GB und das Kunststoffgehäuse zum unteren Preissegment, in dem auch die meisten Vergleichsnotebooks für unsere Benchmarks unterwegs sind:
Trotz des recht niedrigen Preises haben wir es nicht mit einem der lieblos gestalteten Einheitsgehäuse zu tun. Insgesamt wirkt die Gestaltung des völlig schwarzen, 2,6 kg schweren 17-Zöllers eher (scharf)kantig. Optische Akzente setzen das für Fingerabdrücke empfängliche Brushed-Metal-Finish, mit dem die Oberseite der Base sowie die Deckelrückseite verziert sind, sowie das Gitter über der Tastatur, unter dem sich die beiden Speaker verbergen. Unseren Verwindungsversuchen hatten weder Base noch Deckel viel Widerstand entgegenzusetzen. Die dabei vernehmbaren Geräusche beeinträchtigten den guten Eindruck von der Verarbeitung kaum.

Auf den ersten Blick wirkt es so, als ob der Akku einfach zu entnehmen wäre, allerdings ist es dafür offenbar erforderlich, zwei Schrauben an der Unterseite zu lösen. An die anderen Komponenten kommt man nur heran, wenn man die Bodenplatte demontiert. 
Anschlussmäßig wird der Minimalstandard serviert. Ergonomisch günstig: Der Ethernet-Anschluss (10/100 MBit), Strom sowie einer der insgesamt drei USB-Ports haben ganz hinten links Platz gefunden. Die anderen Ports und der Kartenslot befinden sich mittig rechts. Für Gigabit-WLAN oder Dualband hat es nicht gereicht, das C70D funkt im 2,4 GHz-Band nach den Standards b/g/n und beherrscht Bluetooth 4.0.
Das Tippen auf dem einigermaßen stabilen und sauber eingepassten Keyboard ging auch aufgrund der großen, flachen und größtenteils einwandfrei beschrifteten Tasten gut von der Hand. Leider wurde der Nummernblock etwas verkleinert, dafür ist der Abstand zwischen den Tasten insgesamt großzügig ausgefallen. Der gut spürbare Druckpunkt der kurzhubigen Keys sorgt für gutes Feedback, während der weiche Anschlag Ermüdungserscheinungen vorbeugt. Ein nennenswertes Anschlaggeräusch produziert vor allem die häufig benutze Leertaste. Toshiba hält sich weitgehend an das Standard-Layout.

Man sieht dem klassischen, klein ausgefallenen und angerauten Touchpad sofort an, in welcher Preisregion das Testgerät angesiedelt ist. Gleichwohl gibt es an Ansprechverhalten und Genauigkeit nichts auszusetzen. Drag & Drop durch Doppeltipp gelang fast immer einwandfrei. Auch die Maustasten besitzen einen kurzen Hub und einen knackigen Druckpunkt. Alles in allem findet der Käufer Eingabegeräte vor, die dem Anspruch an ein günstiges Office-Notebook voll gerecht werden, ohne freilich in die Nähe der genialen ThinkPad-Tastaturen von Lenovo zu kommen. 
Weniger als die gebotenen 1.600 x 900 Pixel sehen verteilt auf 17,3 Zoll wirklich nicht mehr schön aus. Es ergibt sich eine noch akzeptable Pixeldichte von 106 ppi bei subjektiv guter Bildschärfe. 264 cd/m² maximale Helligkeit (Mitte, auch im Akkubetrieb) können sich für die Preisklasse absolut sehen lassen. Das gilt auch für den im Gesamtvergleich trotzdem nur mittelmäßigen Kontrast von 471:1. Aufgrund seines höheren Schwarzwertes kann das mit dem gleichen Panel ausgestattete Vorgänger-Modell Toshiba Satellite C70D-B-10X vom Kontrast her ebenso wenig mithalten wie die anderen Notebooks im Test. Höhere Auflösungen oder IPS-Panels bietet Toshiba in der Serie nicht an, dafür aber eines mit matter Oberfläche.Akku Dell Latitude E5520 .
Ähnlich wie die Vergleichsnotebooks kann das Testgerät nicht mit einer korrekten Farbdarstellung punkten. Zu hohe DeltaE-Werte von 11 bzw. 13 sind typisch für TN-Panels und schlagen sich auch hier in einem deutlichen Blaustich nieder, der durch das im Kasten verlinkte Farbprofil abgemildert werden könnte. Ebenso wie die subjektiv lebendige Farbdarstellung geht auch die TN-typisch eingeschränkte Blickwinkelstabilität im Hinblick auf den Preis mehr als in Ordnung. Viel schlechter macht es z. B. das Display des kürzlich getesteten Convertibles HP Envy 15-w000ng x360 für 800 Euro. Der Outdoor-Einsatz an einem stark bewölkten Tag machte trotz mäßig spiegelnder Oberfläche wenig Probleme. 
Aufgrund der eingangs erwähnten Ausstattung eignet sich das Toshiba Satellite C70D-C-10N nur für wenig anspruchsvolle (Office-)Software, Surfen und einfache Multimedia-Aufgaben, ist aber bereits mit Programmen wie Adobe Photoshop Lightroom überfordert, das sich nur zäh bedienen lässt. Wer Gefallen an der Serie findet, entdeckt auch (teurere) C70-Modelle mit schnelleren AMD-APUs oder dem in einer anderen Liga spielenden Intel Core i5-5200U (Marktpreis ca. 700 Euro) sowie ein aus unserer Sicht attraktiveres Modell C70-C-182 mit dem Intel Core i3-5015U (UVP: 599 Euro). Dem entgegen steht der aktuelle Marktpreis unserer Konfiguration von rund 550 Euro.
Die aktuelle AMD-APU A4-7210 spielt trotz ihrer vier physischen Kerne, die Taktraten von bis zu 2,2 GHz erreichen können, leistungsmäßig nur in der Unterklasse mit. Eine Besonderheit ist die konfigurierbare TDP von 12 bis 25 (Testgerät: 25) Watt. RAM kann nur über einen Kanal angebunden werden (Single Channel). Direkter Vorgänger ist der niedriger taktende, sonst aber sehr ähnliche AMD A4-6210, der im Satellite C70D-B-10X seinen Dienst verrichtet. Wie dem Diagramm unten zu entnehmen ist, kommt die Einzelkern-Performance nicht einmal ansatzweise an die eines Intel Core i3-5005U (2 x 2,0 GHz, Hyperthreading, TDP 15 W) heran. Überholt wird der Vorgänger mit A4-6210-CPU. Zwecks CPU-Vergleich ergänzte Geräte, wie das Asus X751MA (Pentium N3530) oder das IdeaPad 100 (Pentium N3540), befinden sich in etwa auf dem selben Level wie unser Testgerät bzw. knapp darunter. Das Stream 13 auf Basis der Celeron N2840 kann hingegen deutlich distanziert werden.

In der Cinebench-15-Schleife schwankt der Takt bei 2 GHz, bemüht man den Stresstest Prime95, sind es zumeist 1,8 GHz mit gelegentlichen Ausreißern nach oben. Im Batteriebetrieb ändert sich daran nichts.
Dank der vier physischen Kerne und der brauchbaren Festplatte rangiert die mit dem PCMark 7 gemessene Systemleistung auf niedrigem, aber nicht auf niedrigstem Niveau. Das Lenovo ThinkPad Edge E550 kann gegenüber dem Testgerät Vorsprünge von 50 % herausholen, was weniger an der etwas schnelleren CPU als vielmehr an der erheblich schnelleren HDD liegt. In der Praxis gelang die Bedienung überwiegend flüssig und besser als erwartet, die Wartezeiten beim Öffnen von Programmen hielten sich in Grenzen.
Für eine herkömmliche Festplatte mit 5.400 rpm bietet die 500 GB fassende Toshiba MQ01ABF050 laut HD Tune eine sehr solide Performance beim sequenziellen Lesen, schwächelt aber beim Einlesen kleiner, physisch verteilter Blöcke (4K Read, CrystalDiskMark 3.0) und ordnet sich mit 0,36 MB/s im Feld der in den letzten 12 Monaten getesteten HDDs nur im unteren Drittel ein. Viel besser schlägt sich hier die 7.200-rpm-Platte im ThinkPad Edge 550, die mit 0,66 MB/s nicht weniger als 84 % schneller unterwegs ist. Die SSD im ProBook 450 G2 enteilt den HDDs in den übrigen Geräten total.
Sämtliche Notebooks im Vergleich müssen mit in die CPUs integrierten Grafikkernen ohne eigenen Speicher auskommen und versammeln sich so im Performance-Keller, sind aber immer noch mehrfach schneller als die schneckigen Bay-Trail-Grafikkerne in den Pentium-CPUs. Verglichen mit der Intel HD 5500 in den Core-i-Prozessoren bleibt die Radeon-R3-Grafik im A4-7210 aber zurück. Akku Dell Latitude E6220 .

Zwangsläufig haben wir uns bei den Spielebenchmarks auf ältere und/oder grafisch wenig fordernde Titel beschränkt. Trotzdem sind in der Regel nicht mehr als die oft hässlichen Minimaleinstellungen bei 1.024 x 768 Pixeln drin, eine Ausnahme bildet Countertrike: Go von 2012, das übrigens im mittleren Preset gar nicht so übel aussieht. Enttäuschend finden wir, dass nicht einmal StarCraft 2 und Diablo III in akzeptabler Darstellungsqualität wirklich flüssig laufen.
Ebenso wie die Konkurrenten im Test ist das Toshiba Satellite C70D-C-10N in jedem Lastzustand so leise unterwegs, dass etwaige Lüftergeräusche aus normalem Abstand zum Gerät nicht aus den üblichen Umgebungsgeräuschen herauszuhören sind. Insofern erübrigen sich weitere Analysen. Wären die großen Tasten des Keyboards leiser, könnte man das Testgerät uneingeschränkt für lärmsensible Umgebungen empfehlen.
Wenig Leistung, wenig Abwärme. Die per Stesstest provozierte Maximaltemperatur von 38 °C an der Unterseite ist nicht der Rede wert und ermöglicht den problemlosen Betrieb auf dem Schoß. Gar nur 31 °C erreicht die Handballenablage.
Im Realtek HD Audio-Manger lassen sich einige Umgebungseffekte und Equalizer-Presets auswählen. Beließen wir es bei den cleanen Voreinstellungen, präsentierte sich Musik mitten- bis höhenbetont und bassarm, eine gewisse Dynamik und Räumlichkeit konnte man dem klaren, differenzierten und halbwegs natürlichen Sound aber nicht absprechen. Selbst bei basslastiger Metal-Musik mit mehreren E-Gitarren plus Bass und Schlagzeug litt die Unterscheidbarkeit der Instrumente nur wenig, allerdings hätten wir uns hier mehr Körper gewünscht, der mangels Lautsprechervolumen natürlich nicht dargestellt werden konnte. Lautstärkeschwankungen, Verzerrungen oder sonstige Lästigkeiten waren nicht zu beklagen. Insgesamt schlug sich das C70D-C-10N für ein Notebook dieser Preisklasse erstaunlich gut.

Zum Vergleich dienen uns hier die nicht allzu zahlreichen in den letzten zwölf Monaten getesteten Office-Notebooks im 17-Zoll-Format. Eine Stromaufnahme im Standby von 0,3 Watt muss nicht sein. Abgesehen vom Lastzustand Idle max gehört das Testgerät in allen Disziplinen stets zu den sparsamsten Notebooks, was ebenso für einige andere Geräte mit A4-APUs von AMD wie den Vorgänger Toshiba Satellite C70D-B-10X gilt.
Durch vor einigen Monaten erfolgte Änderungen an unserem Testverfahren ist die Datenbasis für den praxisnahen WLAN-Test bei aktiviertem Energiesparmodus und auf etwa 150 cd/m² reduzierter Helligkeit noch etwas dünn. Das Testgerät schafft hier mit seinem 45-Wh-Akku sehr ordentliche 282 Minuten, während das schnellere ThinkPad Edge E550 (15,6 Zoll!) mit 48 Wh 10 % länger durchhält, was 310 Minuten entspricht. Die Werte des alten, etwas genügsameren WLAN-Tests sind nicht direkt vergleichbar.
Unser Toshiba Satellite C70D-C-10N hat im Test für seinen Preis von rund 560 Euro einen guten Eindruck hinterlassen. Das Gehäuse gefällt, der Bildschirm löst immerhin mit 1.600 x 900 Pixeln auf und schlägt sich auch sonst für TN-Verhältnisse gut. Auch die Eingabegeräte wussten zu überzeugen. Subjektiv hatten wir mit der Systemperformance wenig Probleme. Akku Dell Latitude E5420 .

Aber Toshiba muss sich aus Kundensicht trotzdem die Frage gefallen lassen, warum man das C70D mit dieser AMD-Technik eigentlich kaufen sollte, wenn für ähnliche Preise auch Varianten mit offensichtlich leistungsstärkerer Intel-Hardware zu bekommen sind.

Wem auch 15,6 Zoll genügen, sollte sich das Lenovo ThinkPad Edge E550 für zurzeit auch nur noch etwa 540 Euro näher ansehen.

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